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Zähneputzen

Zahnbürsten müssen dem Alter und den damit verbundenen motorischen Fähigkeiten eines Kindes angepasst sein. Ab dem Kleinkindalter (1. Lebensjahr) muss die Zahnbürste, beginnend mit einer kleinen Lernzahnbürste mit einem dicken Griff und nicht allzu großem Kopf, entsprechend "mitwachsen", bis dann ab etwa dem 12. Lebensjahr eine normale Erwachsenen-Zahnbürste verwendet werden kann.

Bei der Umsetzung des praktischen Vorgehens des Zähneputzens müssen entsprechend dem Alter der Kinder und der verwendeten Zahnbürsten die dazu notwendigen Zahnputztechniken erlernt werden. Denn effektives Zähneputzen erfordert eine komplizierte feinmotorische Leistung. Rüttel- und Rotationstechniken stellen schon an den Erwachsenen hohe Anforderungen und können durch junge Kinder nicht beherrscht werden. Deswegen müssen sie in kleinen Schritten langsam und spielerisch das Zähneputzen erlernen. Nur durch eine didaktisch-methodische Vorgehensweise können die Kinder an die komplizierten Techniken herangeführt werden, um zu einem automatisierten Handlungsablauf zu gelangen.

Die Mund- und Zahnhygiene beginnt mit der Geburt zunächst mit dem Massieren (Finger) des noch zahnlosen Kieferkammes. Mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne im Alter von etwa 6 Monaten sollen die Eltern diese 1x täglich abends mit einer kleinen Kinderzahnbürste und höchstens erbsengroßer Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500 ppm F) reinigen. Ab dem 2. Lebensjahr sollen die Milchzähne dann 2x täglich gereinigt werden. Beim Kleinkind bis zum 3. Lebensjahr erfolgt das Zähneputzen also passiv durch die Eltern. Danach sollten die Kinder selber aktiv und spielerisch das Zähneputzen erlernen. Wichtig ist, dass die Eltern weiter das Zähneputzen überwachen und täglich nachreinigen, bis die manuellen Fertigkeiten zu einem eigenständigen Verhalten führen. Dies ist in der Regel im Alter von etwa 8 Jahren erreicht.

Im Kindergartenalter beginnen die Kinder mit der KAI-Putztechnik (Kau-, Außen-, Innenfläche). Diese Technik basiert auf der Erkenntnis, dass entsprechend der Entwicklung des Kindes mit seinen motorischen Fähigkeiten in einem bestimmten Alter nur bestimmte Zahnflächen geputzt werden können. Im 3. Lebensjahr können die Kinder einigermaßen die Kauflächen (K) säubern, etwa ab dem 4. Lebensjahr die Außenflächen (A) und mit 5 bis 6 Jahren die Innenflächen (I). Dabei ist durch die Eltern zu beachten, dass die Kinder an die jeweils höhere Stufe der Putztechnik erst dann herangeführt werden, wenn vorher die bisher angewandte automatisiert wurde. Die bereits erlernten Abläufe müssen als Fertigkeiten gesichert sein, bevor auf die nächste Teilhandlung übergegangen wird. Denn jede Stufe erfordert ein hohes Maß an feinmotorischen Koordinationsleistungen. Damit wird eine systematische Steigerung erreicht, ohne Überforderung der Kinder.

Durch regelmäßige Anwendung, konsequente Anleitung und Kontrolle entwickelt sich langsam ein automatisierter Handlungsablauf. Gegen Ende der Kindergartenzeit und spätestens mit dem Schuleintritt sollen die Kinder die KAI-Technik beherrschen, um anschließend mit der Rüttel- bzw. Rotationstechnik - von Rot (Zahnfleisch) nach Weiß (Zähne) - zu beginnen. Diese sollte dann im Laufe der Grundschulzeit immer besser beherrscht werden.

Hierbei sollte integrierend die wichtige Horizontaltechnik erklärt und praktisch eingeübt werden. Diese Methode berücksichtigt die schwierige anatomische Lage bei Durchbruch der 6-Jahr-Molaren (erster großer bleibender Backenzahn). Diese besonders gefährdeten Zähne brechen oft unbemerkt von Kind und Eltern durch die Schleimhaut in die Mundhöhle durch. Damit bleiben diese Zähne zunächst unterhalb der Kauebene und sind mit einer herkömmlichen Zahnputzmethode nicht zu erreichen. Die 6-Jahr-Molaren liegen im Schatten des letzten Milchmolaren unerreichbar für eine normale Putztechnik. Deswegen sind diese Zähne stark kariesgefährdet und oftmals die ersten bleibenden Zähne, welche mit einer Füllung versorgt werden müssen.

Auch durch die Vorbildfunktion der Eltern bzw. durch ein gemeinsames Zähneputzen von Eltern mit ihren Kindern - am besten abends - soll eine Motivation für ein regelmäßiges zahngesundes Verhalten geweckt und gefördert werden. Grundlegende Mundhygienefähigkeiten werden - im Beisein der Eltern - regelmäßig praktisch eingeübt. Durch diese kontinuierliche und sich wiederholende Gesundheitserziehung soll eine Verhaltensänderung bei den Kindern bewirkt werden, um die Verantwortung für den Zustand ihrer Zähne zu stärken und für deren Gesunderhaltung selbst Sorge zu tragen.

Gerade in der entscheidenden Phase des Wechselgebisses wird durch die elterliche Begleitung das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen für die eigene Gesunderhaltung geschärft. Gewohnheiten und Rituale werden frühzeitig erlernt, mit in die schwierige Pubertätsphase übernommen und das eigene Wohlbefinden gefördert. Somit ist die Grundlage für ein späteres karies- und sanierungsfreies Gebiss geschaffen.

Denn heutzutage ist zunehmend auch die Zahngesundheit in vielen Berufen wichtig und sogar Voraussetzung für manch stark in der Öffentlichkeit präsenten Beruf.

Für weitere Fragen gibt Ihnen der Jugendzahnärztliche Dienst gerne Auskunft oder wenden Sie sich bitte an ihren Hauszahnarzt oder Kinderarzt.


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